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Der Schamane

Munay Ki: Initiation
(Pixabay, Silviarita)
Jede Initiation ist ein Neubeginn

Einweihung in die Riten des Munay Ki

Die Riten des Munay Ki (Munay = Liebe, Ki (Qui) = Kraft) sind eine Reihe von Einweihungen, die vom Q'ero-Schamanen Don Manuel Quispe für den westlichen Schamanismus geschenkt und von Alberto Villoldo ergänzt wurden. Sie unterstützen den, der sie empfängt, auf seinem Weg und helfen dabei, gut durch die aktuelle weltweite Umbruchssituation durchzukommen.

Bei den ersten vier Riten geht es um Dich selbst: Deine eigene Heilung, Deinen energetischen Schutz, Deinen Kontakt zu Deinen Chakras sowie Deine seherischen Fähigkeiten. Sie sind die Basis der Riten des Munay Ki, und oft genau das, was man braucht.

Hampe Karpay - der Heiler-Ritus

Munay Ki: Hampe-Ritus
(© Lightfieldstudiosprod, Dreamstime)
Der Heiler-Ritus

Bei vielen der Riten des Munay Ki geht es um die Anbindung an einer Ahnenlinie. Damit sind nicht die persönlichen Ahnen gemeint, sondern Menschen, die auf einem bestimmten Weg vorangegangen sind. Hier ist es die Linie von Heilern und Heilerinnen, mit der man energetisch in Verbindung gebracht wird. Wenn man sich auf den Weg der Heilung begibt, macht man das somit nicht mehr allein, sondern mit Hilfe aus der geistigen Welt.

Heiler heißt beim Hampe-Ritus nicht unbedingt, dass man zum Heiler oder zur Heilerin für andere wird, sondern zunächst einmal für sich selbst. Und ebenso wenig heißt es, dass es nur um die Heilung der Symptome ginge, wie es beim Arztbesuch geschieht.

Heilung bedeutet im ersten Schritt die Erkenntnis der ursprünglichen Verwundung, die überhaupt zu einer bestimmten Lebenssituation oder auch seelischen, psychischen oder körperlichen Verletzung geführt hat. Wenn es einem in einem weiteren Schritt gelingt, eine solche Verletzung in eine Quelle der Kraft zu verwandeln, dann ist ein wertvolles Stück Weg in Richtung Ganzwerdung und Heilung gegangen. Dann erhält im Leben selbst das, was lange nur als sinnlose Qual erschien, seine wahre Bedeutung, und man begreift sein Leben als einen wertvollen Pfad des Lernens und der Heilung.

Chumpi Karpay - die Bänder der Kraft

Munay Ki: Chumpi Karpay
(© Martin Brofman, Verwendung mit freundlicher Genehmigung)
Bands of Power - die Bande der Kraft

In der südamerikanischen Tradition stellt man sich Chakras nicht nur als punkt- oder trichterförmige Energiezentren vor, sie werden als Bänder gesehen, wie Gürtel, die in Ringen um unseren Körper herumgehen. Diese Bänder werden in diesem Ritus besonders gestärkt und mit den punktförmigen Zentren, also den Chakras, wie sie uns bekannt sind, verbunden. Vier Chakras werden hierbei mit den vier Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft verbunden, ein fünftes mit dem Licht bzw. Geist.

Eine weitere Verbindung wird zu den oberen "himmlischen" Energien gestärkt: hier erkennen die Anden-Schamanen ein silbernes und goldenes Band dar. Diese Bänder stehen für das Schicksal, das wir mitbekommen haben sowie unseren eigenen Lebensweg, also das, was wir aus unserem Leben machen.

Diese Initiation stärkt unsere Energiezentren in ihrer Funktion a) der Reinigung und Anbindung nach unten (Erde), b) Abkühlung (Wasser), c) Erwärmung (Feuer), d) Vermittlung (Luft) und e) Inspiration bzw. Anbindung nach oben (Licht). Dies bringt uns, wenn wir diese Initiation nähren, eine energetische Stärkung der Aura, die uns vor eindringenden fremden Energien schützt.

Ayni Karpay - der Harmonie-Ritus

Munay Ki - Ayni Karpay
(© Dmytro Flask, Dreamstime)
Der Harmonie-Ritus

In der schamanischen Vorstellung ist alles belebt, alles beseelt und alles hat sein eigenes Bewusstsein. Das betrifft beispielsweise Mutter Erde, die je nach kultureller Tradition als Gaia oder Pachamama bezeichnet wird. Ebenso gilt dies auch für unsere Energiezentren, die Chakras. Da es in der schamanischen Vorstellung diese Energiezentren sind, die unsere irdische Existenz erst ermöglichen, ist es sinnvoll und hilfreich, mit ihnen in Kontakt treten zu können, um so unser persönliches Sein in diesem Leben in Harmonie mit dem Kosmos und unserer Seele zu bringen.

Hierbei hilft uns der Ritus der Ayni Karpay. Es werden Saaten von sieben Archetypen in die sieben Chakras gelegt. Diese entsprechen für die unteren vier "irdischen" Chakras den Krafttieren der vier Himmelsrichtungen des südamerikanischen Medizinrads. Diese sind: die Schlange für den Süden, der Jaguar für den Westen, derKolibri für den Norden und der Adler für den Osten. In die oberen drei "himmlischen" Chakras kommen Saaten dreier Archetypen für untere, mittlere und obere Welt, nämlich von Huascar, Quetzalcoatl und Pachacuti.

Auch diese Saaten wollen - wie bei den vorhergehenden Initiationen - genährt und gestärkt werden, indem man sich mit ihnen beschäftigt. Hierdurch kann man nicht nur seine Energiezentren besser kennenlernen, sondern bekommt sogar handfeste Unterstützung für die Bewältigung und Gestaltung des täglichen Lebens.

Kawak Karpay - der Seher-Ritus

Munay-Ki - Kawak Karpay
(eigene Bildbearbeiung, Quellen: Pixabay)
Der Seher-Ritus

Bekannt ist sie zwar, die Bezeichnung "Drittes Auge" für das Stirnchakra. Doch wer von uns kann denn dieses Chakra wirklich bewusst als Auge nutzen, also damit sehen? Ist es aktiv, dann funktioniert es als innerer Sinn, der uns das sehen lässt, was den äußeren Augen verborgen bleibt: Aura, Energien, manchmal sogar das Schicksal eines Menschen. Dieses Sehen wird auf Quechua, der Sprache der Anden-Schamanen, als Kawak bezeichnet.

Eigentlich könnten wohl sehr viele Menschen mit diesem Auge sehen, doch unsere Erziehung hat uns schon sehr früh lernen lassen, dass es das, was wir dort einst sahen, eigentlich gar nicht geben dürfe. Das ist eine der traurigen Folgen unserer westlichen, angeblich so "aufgeklärten" Zivilisation, die nur das naturwissenschaftlich Beweisbare als real anerkennt. Sich etwas vorzustellen wird damit gleichgesetzt mit Einbildung und gilt damit als nicht real.

Im Rahmen der Übertragung dieses Ritus wird nun das Sehen im dritten Auge initiiert. Die Verbindung zwischen drittem Auge und Sehzentrum im Gehirn, die oft schon in Kindertagen wieder verlernt wurde, wird erneut initiiert. Der Weg für das innere Sehen wird wieder gebahnt. Damit ein solches Sehen nicht nur kühl rational stattfindet, wird die Verbindung zum Herzen gleich mit gestärkt.

Bei mir dauerte es knapp ein dreiviertel Jahr, bis ich eine Veränderung meiner inneren Wahrnehmung feststellen durfte. Erwarte nicht unbedingt, hierdurch sofort zum Hellseher zu werden, wenngleich dies natürlich geschehen darf. Eine gute Intuition, auf die Du Dich verlassen kannst, ist ebenfalls eine mögliche Frucht dieses Ritus.

Die folgenden Riten sind für Menschen gedacht, denen es nicht nur um die eigene Heilung geht, sondern die sich auch zum Heiler für andere berufen fühlen. Durch sie wird man für einen Weg des Dienens vorbereitet, bei dem nicht mehr nur das eigene Wohlergehen im Fokus steht, sondern das Wohlergehen der Gemeinschaft, von Mutter Erde, ja, der gesamten Schöpfung.

Pampamesayok Karpay - der Taghüter-Ritus

Munay Ki - Pampamesayok Karpay
(© Mohammed Anwarul Kabir Choudhury, Dreamstime)
Der Taghüter-Ritus

Wer ein guter Heiler nicht nur für sich selbst sein will, sondern auch für seine Mitmenschen, der kann sich auf den Weg des Pampamesayok machen. "Pampa" steht hier sowohl für Mutter Erde, als auch die Natur und unsere Umwelt im Allgemeinen, und Mesayok bezeichnet die Kraft der Zeremonie. Wer in einer starken, auch spirituell starken Verbindung mit Mutter Erde steht, kann auch erkennen, was sie uns alles zu unserer Heilung gibt. Das können Kräuter ebenso sein wie Steine, heilige Quellen oder kraftvolle Bäume. Mutter Erde, oder die Natur, geben uns alles, was uns als Medizin dienen kann, wenn wir nur in der Lage sind, es zu erkennen.

So, wie Mutter Erde als weiblich gilt, so wird auch der Ritus der Pampamesayok als ein weiblicher Ritus angesehen. Man wird gestärkt darin, auf seine innere Stimme zu hören, mit der Natur zu kommunizieren, zu sehen, was einem aus ihr zu einem kommt als Hilfe. Man hat als Pampamesayok keine höhere Stellung in der Gemeinschaft, es ist keine hierarchische Abstufung, auch dies ist ein Hinweis darauf, dass der Pampamesayok-Ritus aus spiritueller Sicht weiblich ist.

Als Pampamesayok wird man zum Heiler auch dadurch, indem man Vorbild ist. Jemand, der selbst auf dem Weg der Heilung geht und dadurch anderen den Weg weist. So wird aus dem Weg des Pampamesayok auch ein Weisheitsweg für denjenigen, der ihn beschreitet. Munay, die Kraft der selbstlos tätigen Liebe, wird durch diese Initiation besonders gestärkt.

Altomesayok Karpay - Der Weisheitshüter-Ritus

Munay Ki - Altomesayok Karpay
(© Diţă Dumitru, Dreamstime)
Der Weisheitshüter-Ritus

Der Ritus der Altomesayok (Alto = hoch, Mesa = Altar, Yok = Kraft: Kraft des hohen Altars) befähigt einen, die Weisheit des Himmels zu verstehen. Sie kommt wie Licht von oben, man wird neu informiert. Als Pampamesayok erkennt man die Heiligkeit der erhabenen Natur, der höchsten Berge, der ältesten Bäume, der tiefsten Seen. Man wird fähig, mit ihnen, die schon so lange auf Erden bestehen und allein dadurch über immense Weisheit verfügen, in Kontakt zu kommen und zu kommunizieren. Als Altomesayok kann man jedoch nicht nur mit den Geistern der Berge und jedem Element der Natur sprechen, sondern auch mit Spirit (oder Gott) selbst in Kontakt treten.

Da man zum Höchsten, zum Erhabenen betet und es auch als etwas Höheres, Weiseres erkennt, als man selbst ist, erkennt man als Altomesayok im Unterschied zum Pampamesayok sehr wohl eine Hierarchie, und so gesehen ist der Weisheitshüter-Ritus aus spiritueller Sicht männlich. Botschaften, die man hier erhält, können verschlüsselt sein, und man muss sie erst deuten.

Als Altomesayok ist man deswegen auch bereitet für die höhere Vision. Man erhält Antworten, die Einblick geben in die wahre spirituelle Dimension des Themas, mit dem man sich an die Höchsten wendet. Die Antworten weisen einem den Weg, wieder in die rechte Beziehung mit der Umwelt zu kommen, der Welt, in der wir leben.

Kuraq Akulleq Karpay - der Erdenhüter-Ritus

Munay Ki - Kurak Akuyek
(Pixabay, anncapictures)
Der Erdenhüter-Ritus

Ein Ritus, der in der heutigen Zeit wohl mehr denn je gebraucht wird. Wörtlich übersetzt bezeichnet Kuraq einen Ältesten, Akulli ist eine Portion Koka-Blätter, die gekaut wird. Ein Kuraq Akulleq (Deutsche Schreibung: Kurak Akuyek) ist somit jemand, der im übertragenen Sinne die höhere Weisheit kaut und sie durch seine Erfahrung auch verstehen kann.

Erdenhüter zu sein im weiteren Sinn bedeutet mit allem, was mit der Erde, aber auch der schöpferischen Ur-Energie verbunden zu sein. Dies ist eine Erfahrung, die schwer in Worte zu fassen ist. Und doch ist er in der Lage, das hohe Wissen für alle vor Ort zu übersetzen. Ein Kurak Akuyek gibt ihm die richtige Form, so dass es Medizin und Licht für die Gesellschaft wird.

Als Kurak Akuyek hat man seine irdischen Inkarnationen vollendet. Man muss nicht mehr wiedergeboren werden, gleichwohl hat man die Wahl, freiwillig nochmals hierher zurückzukommen. An diesem Ritus sieht man insofern besonders gut, dass die Initiation und die Vollendung zum wahren Kurak Akuyek ein langer Weg sein kann. Die Initiation in diesen Ritus ist somit der Startschuss, sie ist der Same, der in einen gelegt wird, der nun wachsen und gedeihen darf.

Mosoq Karpay - Der Sternhüter-Ritus - die kommenden Zeiten

Munay Ki - Mosoq Karpay
(Pixabay, LeticiaCostaDesigner)
Der Sternhüter-Ritus

Mosoq Karpay heißt wörtlich "der neue Ritus", er wurde unter Federführung von Don Manuel Quispe aus der höchsten Weisheit in einem großen Ritual zu Füßen des heiligen Berges Ausangate empfangen. Er kann uns durch die aktuellen Umbruchszeiten führen, da er uns die Möglichkeit eröffnet, aus der normalen linearen Zeit auszusteigen.

In unserem Zeitverständnis gibt es nur die Zeitrichtung von Vergangenheit Richtung Zukunft, und aus der Zukunft kann man nicht mehr in die Vergangenheit zurück, und ebenso von der Gegenwart in die Zukunft reisen. Mosoq Karpay eröffnet uns nun diesen Weg, aus dem normalen Zeiterleben in eine erweiterte Ebene zu gelangen.

Hierdurch eröffnet sich der Weg, aus den möglichen Zukünften die erstrebenswerte zu wählen, und uns zu ihr hinziehen zu lassen, indem wir die Person besuchen, die wir einst werden. Doch ist dies nicht gedacht, um uns einen bequemeren Alltag zu ermöglichen, sondern wenn es uns gelingt, zu unserem Ich beispielsweise in 10.000 Jahren zu reisen, einem Ich, das weiß, dass die aktuellen Zeiten des Umbruchs gut verlaufen sind, da es das schon so erlebt hat, dann helfen wir unserer ganzen Gesellschaft, ja der Erde, wenn wir dieses Ich als unsere Zukunft wählen.

Taitanchis Ranti Karpay - der Schöpfer-Ritus

Munay Ki - Taitanchis Ranti
(© Nexusplexus, Dreamstime)
Der Schöpfer-Ritus

Taita bedeutet Quelle der Weisheit, Ranti heißt gleichgestellt sein. Dies ist der höchste Ritus, denn er bringt uns auf den Weg, der Quelle, aus der alles entstammt, gleich zu werden. Es ist wesentlich mehr, als Nachfolger des Schöpfers zu sein, ebenso noch mehr, als Werkzeug des Schöpfers zu sein, und es ist auch mehr, als ob die schöpfende Kraft durch uns hindurcharbeitet. Wir werden selbst zu dieser Quelle. Das ist schwierig zu beschreiben und auch schwer zu fassen, denn es bedeutet nicht, wie ein Zauberer "Simsalabim" zu rufen, und auf einmal ist alles da.

Am Ehesten kann man es sich vielleicht wie einen bewussten Traum vorstellen, einen Traum, in dem wir entdecken, dass wir träumen und so den Traum aktiv beeinflussen können durch unsere Absicht. Doch auch das stellt sich wesentlich leichter vor, als es ist, Taitanchis Ranti zu sein. Denn davor steht die große Erkenntnis, dass wir eben genau dies jederzeit schon tun: unsere Welt ins Dasein zu träumen. Alles, was uns widerfährt, kann uns nur wiederfahren, weil wir es so ausstrahlen, es bewirken. Doch sind wir uns dessen nicht bewusst, weshalb wir das, was uns widerfährt, als Schicksal erleben, auf das wir keinen Einfluss haben.

Es bedarf eines großen, langen Weges, der ein Weg der Selbstheilung und Selbsterkenntnis ist, der uns nach und nach befähigen kann zu erkennen, wie wir unser Schicksal in jeder Minute, jedem Augenblick durch unsere Überzeugungen, Erinnerungen, Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche selbst gestalten, vom schönsten bis hin zum schlimmsten Erlebnis. Es ist dieser Bewusstwerdungsprozess, der uns nach und nach über das Schicksal, dem wir ausgeliefert scheinen erheben kann und uns auf diesem Weg zu wahren bewusste Mitschöpfern werden lässt.


Alles, was Du bekommst, ist ein Same. Pflege und hege ihn gut, dann wird er wachsen und gedeihen.

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